Was hat Angst mit Sucht zu tun?

Unser Gehirn, ganz genau das limbische System, unser Lustzentrum ist süchtig nach bestimmten Botenstoffen.

Heute habe ich mich wieder daran erinnert. Unser Gehirn, ganz genau das limbische System, unser Lustzentrum ist süchtig nach bestimmten Botenstoffen. Schon im Studium habe ich gelernt, dass Ratten, welche die Möglichkeit haben ihr Lustzentrum durch Drogen zu stimulieren, diese dem Wasser vorziehen. Dieses gilt auch dann, wenn die Tiere kurz vor dem Verdursten sind.

Einer dieser Botenstoffe ist Cortisol. Der Cortisolspiegel ist z.B. bei permanenten Streß sehr hoch. Unser Körper kann eine Vorliebe für einen hohen Cortisolspiegel entwickeln. Folglich besorgt er sich auf anderem Weg Cortisol, wenn der Streß runter geht. Bestimmte Emotionen können ebenfalls den Cortisolspiegel erhöhen. Eine dieser Emotionen ist die Angst.

Dieses ist eine Erklärung, warum wir Angst fühlen, obwohl die Wahrscheinlichkeit für das  Eintreten der Situation vor der wir uns fürchten sehr gering ist. Die Angst hat noch ganz andere Aufgaben und wird möglicherweise eingesetzt, um etwas anderes zu bekommen. Die Angst dient unserem limbischen System, um die Sucht nach Cortisol zu befriedigen.

Aus diesem Blickwinkel ergeben sich neue Ursachen für die Angst und damit auch neue Reaktionsmöglichkeiten. Berücksichtigen Sie diese Möglichkeit bei der Erforschung ihrer Angstauslöser.

Viel Erfolg beim Entlarven unseres Unterbewusstseins und dem Ausstieg aus diesem Automatismus.

Namaste.

Teilen:

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin

Mehr Impulse

Rollen des Lebens

Diese Woche stand das Thema Rollen im Fokus. Wir alle sind ständig in verschiedenen Rollen unterwegs, in unserem Privatleben, in unserem Beruf. Als Freundin, Ehefrau,

Verdrängte Gefühle- unser Schatten

Jeder von uns hat neben seiner Schokoladenseite auch eine Schattenseite. Im Schatten sind meist die Gefühle geparkt, auf die wir nicht stolz sind und anderen

Veränderungen

Wenn wir Veränderungen für uns gestalten, dann bewegen wir uns immer zwischen den Polen. Diese heißen im Changemanagement „nicht mehr“ und „noch nicht“. Selbst wenn

Entscheidungen

Wenn ich Klienten bei Entscheidungen begleite, dann fällt mir immer wieder das Phänomen der Kognitiven Dissonanz auf. Diese Theorie nach Festinger besagt, dass unterschiedliche Alternativen

Nachricht senden

Schreibe einen Kommentar